Das Erleben von Wasser und Natur, das Begreifen der kindlichen Umwelt und der ökologischen Zusammenhänge ist eine wesentliche Voraussetzung für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit dem
Lebenselement Wasser.
Viele Kinder kommen - auch in ländlichen Räumen - in ihrem Alltag nur noch selten mit Wasser und Natur in Kontakt. Viele Seniorinnen und Senioren hingegen haben aus ihrer Lebenserfahrung heraus
eine breite Kenntnis in den Bereichen Wasser und Natur. Sie können wichtige Bildungspartner werden. Wenn sie für die Arbeit mit Kindern gewonnen werden können, kann gleichzeitig auch der
generationsübergreifende Dialog gefördert werden.
Das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen bietet gefördert vom Umweltministerium RLP, Abteilung Wasserwirtschaft, das Fortbildungsprojekt „WassertrainerInnen“ an.
Ziel des Projektes ist es, Seniorinnen und Senioren im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements als WassertrainerInnen zu gewinnen. Als Multiplikatoren sollen die WassertrainerInnen
umweltpädagogische Veranstaltungen z.B. mit Schulklassen an Hand des Buches „Die besten Ideen rund ums Wasser“ anbieten.
Wassertrainer mit Libellenlarve
Die Idee
Auf Grundlage der Lernbausteine aus dem Handbuch erhalten Senioren und Seniorinnen das Handwerkszeug zur Vermittlung von Wasserthemen. Dadurch können sie zu PartnerInnen von Schulen und anderen Einrichtungen werden und dezentral wasserbezogene Umweltbildung in Rheinland-Pfalz anbieten. Hierbei wird unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den schulnahen Umwelterziehungseinrichtungen (SchUr-Stationen) angestrebt.
Jede/r ProjektteilnehmerIn soll während der zweijährigen Fortbildung in Kooperation mit einer Schule oder einer anderen Gruppe (z.B. Pfadfinder, Jugendherbergen, kirchliche Kindergruppen) arbeiten und sich für diese Zeit zur Projektteilnahme bereit erklären. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen auf Dauer als WassertrainerInnen zu gewinnen und insbesondere in Schulen Akzeptanz für diese externe Unterstützung zu schaffen.
Die drei Stationen des NABU dienen als Ansprechpartner vor Ort und haben eine zentrale Funktion in der Netzwerkbildung.
Die ausgebildeten WassertrainerInnen sollen vorwiegend ehrenamtlich arbeiten, Unkosten aber durch Teilnehmerbeiträge decken können.
Interessenten können sich beim NABU Naturschutzzentrum Rheinauen melden.
Für nähere Informationen können Sie sich hier das Faltblatt des Projektes ansehen.
Dank der Förderung durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz konnten die WassertrainerInnen mit Materialien für die Bachuntersuchung ausgestattet werden. Robuste Küchensiebe, Bestimmungsbücher und Schüsseln ermöglichen es nun zusammen mit einer ganzen Schulklassen auf Bacherkundung zu gehen.
"Das Naturerleben direkt am Bach vor Ort", erläutert Robert Egelingen einen Schwerpunkt beim freiwilligen Engagement der Wasser-TrainerInnen. Das Projekt wird im übrigen vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten gefördert.
Wasser-TrainerInnen begutachten die neuen Materialien
gefördert durch
aus Mitteln der
Wasserfrösche bei den Wassertagen
Vier Tage lang haben sich 10 Kinder zusammen mit den neuen Wassertrainern des NABU um das nasse Element gekümmert.
Unterwasseraufnahmen, Teichkeschern, Basteln, Spiele und Experimente.