Weißstorch auf dem Horst in Bingen-Gaulsheim
Der Weißstorch, der im letzten Jahrhundert mit einem Bestand von über 100 Brutpaaren in Rheinland-Pfalz brütete, erlebte in diesem Jahrhundert einen dramatischen Bestandsrückgang. Die Folge bestand darin, daß diese Vogelart als Brutvogel im Jahre 1973 ausstarb. Weißstörche benötigen solche Feuchtgebiete mit regelmäßigen Überschwemmungen, Staunässe, Feuchtwiesen, Teiche und Weiher. Nur in solchen Lebensräumen finden sie ausreichend Beutetiere. Auf dem Speiseplan von Adebar stehen neben Fröschen, Mäusen und Fischen auch Insekten. Eine Storchenfamilie verspeist täglich etwa 4 kg Nahrung, das sind ca. 5 Zentner pro Brutsaison. Dies zeigt, wie wichtig der Erhalt und die Entwicklung großer vielseitiger Feuchtgebiete für ein Überleben der selten gewordenen Weißstörche ist.
feuchte Wiesen: Lebensgrundlage für den Weißstorch
Neben der Trockenlegung von Feuchtgebieten sind auch die Umwandlung von Extensivgrünland zu intensiv bewirtschafteten Ackerland sowie der Gewässerausbau ursächlich für den Rückgang.
Auch die Ausbringung von Bioziden und Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen trugen ihren Teil zum Verschwinden des Weißstorches als Brutvogel bei.
Die meisten Flächen sind zu trocken, hier sollte langfristig über Flächenankäufe und Anpachtungen eine Verbesserung erzielt werden.
Seit 1999 brütet der Weißstorch wieder in den Rheinauen bei Bingen.
Dank des Engagement des NABU und befreundeter Verbände gibt es nun in den Rheinauen zwischen Mainz und Bingen wieder 7-8 Brutpaare des imposanten Schreitvogels.
Mehr über die Brutstandorte und unsere Schutzbemühungen erfahren Sie beim Arbeitskreis Rheinauenstorch.
Beim Schutz des Weißstorches in den Rheinauen werden wird durch die RWE-Net-AG unterstützt. Sie hat auch die Patenschaft für das Schulklassenprogramm "Hurra der Storch ist da" übernommen. Das Programmfaltblatt finden sie hier.