Das Rheinhochwasser zu Beginn des neuen Jahres hat die unmittelbare Umgebung des Naturschutzzentrums in eine wahre Teich- und Seenlandschaft verwandelt.
Bei mittlerweile fallender Tendenz stand die Marke des Rheinpegels Bingen am 12.1.2012 mittags um 13.00 Uhr bei 335 cm.
Den unter Wasser stehenden Sportplatz nutzten ein Weißstorch (Beringung: A2849 DER), zwei Nilgänse, ein Schwarm Stare sowie einige Elstern und Rabenkrähen zur Futtersuche.
Ein gutes Dutzend Graugänse bevölkerten die überflutete Auwiese.
Im Fluss selbst schwammen neben den allgegenwärtigen Stockenten, Höckerschwäne, Haubentaucher und Reiherenten zügig gegen die Strömung an.
Als Vertreter der Singvogelwelt waren in der winterlich kahlen Auenlandschaft vor allem Kohlmeisen zu beobachten.
Ein Schreitvogel – Storch oder Reiher – hatte im feuchten Uferschlamm seine Trittsiegel hinterlassen.
Auffallend gelb leuchteten die bereits blühenden männlichen Kätzchen des Haselnussstrauchs aus dem schwarzbraunen Geäst hervor, um bei geringster Berührung feinneblige Samenwölkchen auszusenden. - Sollte das schon ein sehr früher Vorbote auf den kommenden Frühling sein?!