Stellwerk Mensch/Natur/Technik

Umweltbildung im Park

Stellwerk Bingen NABU
NABU im Stellwerk: Terrarium mit Laubfröschen

Das Stellwerk Mensch Natur/Technik ist ein altes Stellwerk, das anlässlich der Landesgartenschau in Bingen 2008 zu einem modernen Infozentrum umgebaut wird.

Das Stellwerk befindet sich in Trägerschaft der Stadt Bingen und wird von drei Binger Vereinen betrieben.

Das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen ist einer dieser Vereine.

Wir haben in der Ausstellung den inhaltlichen Teil über die Natur am Binger Loch und am Tor zum Mittelrheintal mitgestaltet. Gleichzeitig kümmern wir uns um die ehrenamtliche Betreuung des Stellwerkes und koordinieren die Dienste.

Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Durchführung von umweltpädagogischen Veranstaltungen, die wir in Kooperation mit der Stadt Bingen und dem Grünen Klassenzimmer (Park am Mäuseturm) anbieten.

Das Stellwerk lohnt immer einen Besuch und der Eintritt ist kostenlos. Zurzeit kann das Stellwerk jedoch nur über den Park am Mäuseturm erreicht werden.

Im Obergeschoss mit seinem beeindruckenden Panoramablick bilden Lebensraum-Dioramen den Rhein, die Rheinkribben und die Felsenhänge des Mittelrheintals ab. Original-Exponate aus dem

Leben der Bahnarbeiter und der Lotsen präsentieren das Leben der Menschen am Rhein-Nahe-Eck.

Ein Eisenbahnmodell zeigt die ehemals vorhandene Trajektverbindung Stellwerk Bot – Mensch, Natur, Technik über den Rhein. Das Thema Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal wird mittels eines interaktiven Aussichtspunktes, dem Panoskop, dargestellt.

Das Untergeschoss bietet Möglichkeiten sich vertiefend mittels Filmen, Animationen

und Texten zu informieren. Unter anderem zeigt ein berührungsempfindlicher Bildschirm, der Geochronos, auf Karten die Entstehung der Landschaft am Rhein-Nahe-Eck.

Besonders lohnenswert ist auch das interaktive Landschaftsmodell "Zeitreise Mittelrheintal".

Öffnungszeiten

Di. - So. 11.00 - 17:00 Uhr

Montags geschlossen. Weitere Infos.

 

Weitere Informationen bei unserer Mitarbeiterin Karin Czichy im NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen.


Ausstellung "Floristik mit Wildpflanzen"

NABU machte vom 20.-28. August 2011 mit der Ausstellung im Stellwerk Mensch/Natur/Technik auf die Gefährdung der Wildpflanzen aufmerksam

Ausstellung Wildpflanzen Floristik Stellwerk NABU
selten geworden: Acker-Witwenblume (Foto: Hans-Werner Schneider)

 

Acker-Witwenblume, Gemeines Leinkraut und Karhäuser-Nelke haben eines gemeinsam: Die einst häufigen Pflanzen in unserer Landschaft leiden unter einem extremen Rückgang. „Viele Standorte von Wildpflanzen sind in den letzten Jahrzehnten der Bebauung und der Intensivierung der Landwirtschaft zum Opfer gefallen“, so Robert Egeling, Leiter des NABU-Naturschutzzentrums Rheinauen. Die intensive Düngung von Grünland und teilweise auch der Einsatz von Herbiziden lässt wildwachsende Kräuter und Stauden immer seltener werden. Durch die Düngung von Wiesen werden Gräser und konkurrenzstarke Kräuter gefördert. Viele Pflanzenarten, die auf nährstoffarmen Standorten gedeihen können, haben dann keine Chance mehr.

Zunehmend sind Brachflächen und Ränder von Bahngleisen und Straßen wichtige Standorte von Wildpflanzen. „Vor der Landesgartenschau war auch das Gelände des Parks am Mäuseturms ein solches Pflanzen-Eldorado. Auf einigen Restflächen und entlang der Böschungen konnte ein Standort für diese Arten bewahrt werden“, so Botaniker Egeling.

Mit der Ausstellung, die von der Floristin Angelika Avenarius mitgestaltet wird, möchte der NABU auf die Schönheit und Bedeutung der Wildpflanzen aufmerksam machen.

Gestecke, Sträuße und weitere Arrangements sollen die Besucher animieren, selbst aktiv zu werden für den Schutz der Wildpflanzen.

 

 

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Plakat Floristik mit Wildpflanzen
Plakat_AusstellungWildpfl klein.pdf
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