Umweltministerin gießt Kräuter im Hochbeet an
Ministerin Höfken startet landesweites Projekt „KinderGartenpaten“
Was wächst im eigenen Garten? Und wie kann die noch vorhandene Erfahrung mit eigenen Nutzgärten an möglichst viele Kinder weiter gegeben werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Projekts „KinderGartenpaten“ der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) und des NABU-Rheinland-Pfalz, das in diesen Tagen an 34 Kindergärten in Rheinland-Pfalz anläuft. Im Rahmen der Grünen Woche Rheinland-Pfalz hat Umweltministerin Ulrike Höfken am Dienstag den Katholischen Kindergarten in Bingen-Dietersheim besucht, wo die Kinder mit gärtnerisch erfahrenen Senioren ein Hochbeet gestalten. „Dies ist ein generationsübergreifendes Projekt, wo jung und alt gemeinsam pflanzen, pflegen, ernten und kochen. Die Mädchen und Jungen werden so spielerisch an den Wert von Gartenarbeit und gesunder Ernährung herangeführt“, sagte Ministerin Höfken und bedankte sich bei den ehrenamtlich engagierten Seniorinnen und Senioren, den Verantwortlichen in den Kitas und den Kindern, die sich landesweit an der Aktion beteiligen.
Höfken wies darauf hin, dass sie gemeinsam mit Familienministerin Irene Alt weitere Aktivitäten plane, um das Thema Ernährung in Kitas voran zu bringen. Man werde die Angebote der Vernetzungsstelle Schulverpflegung auf Kindertagesstätten ausweiten und ein Netzwerk von Kitas mit dem Profil „Gesundes Essen“ aufbauen.
Das Projekt „KinderGartenpaten“ unterstützt die LZU mit 25.000 Euro. „Dies ist gut angelegtes Geld, denn das Wissen über Gartenarbeit und die Produktion eigener und gesunder Lebensmittel ist ein hoher Wert für unsere Gesellschaft“, betonte Höfken. Das Projekt passe wunderbar zur diesjährigen Grünen Woche Rheinland-Pfalz, die das Thema Regionale Wertschöpfung unter dem Motto „Werte schätzen, Werte schaffen: Zukunft auf dem Land!“ in den Mittelpunkt stelle. In 18 Einzelterminen im ganzen Land werden bei dieser Veranstaltungsreihe des Landwirtschaftsministerium agrar- und weinbaupolitische Zukunftsthemen diskutiert und neue Projekte und Ideen zur Wertschöpfung im ländlichen Raum vorgestellt.
Zusätzliche Information im Internet unter www.kindergartenpaten.de
Das Programm und Fotos von der Grünen Woche Rheinland-Pfalz 2012 gibt es unter www.mulewf.rlp.de.
Verantwortlich (i.S.d.P)
Stefanie Lotz
Pressesprecherin
Telefon 06131 16-4416
Telefax 06131 16-4649
Stefanie.Lotz@mulewf.rlp.de
Projekt KinderGartenpaten wird ab Februar 2012 im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz durchgeführt.
Es wurden bisher 30 KiTa´s nebst Hochbeetpaten für das Projekt ausgewählt. Intessenten für ein mögliches Nachfolgeprojekt können sich jetzt schon gerne auf eine Interessentenlisten eintragen lassen. Hierzu bitte Email an: Kontakt@NABU-Rheinauen.de.
Die Hochbeete wurden zudem gefördert durch juwi.
Gemüse? Interessiert uns die Bohne...
In der Kindheit werden die Grundlagen für eine spätere Ernährung gelegt. Gesundes Gemüse gehört auf jeden Speisezettel.
Oft ist in den Familien wenig Zeit zum Gärtnern. Manchmal ist das alte Wissen auch verloren gegangen. Hier setzt das Projekt KinderGartenpaten an. SeniorInnen sollen in einer PatenKiTa ein Hochbeet betreuen. Gemeinsam mit Kindern das Beet betreuen, ernten und gemeinsam kochen.
Säen, pflegen, ernten...
Was braucht die Pflanze? Welche Früchte trägt sie? Was kann ich damit machen?
Fragen, denen die Kinder bei der Bewirtschaftung eines Hochbeetes unter Anleitung engagierte KinderGartenpaten auf den Grund gehen.
Zu sehen wir aus einem Samen eine kleine Pflanze wird, die umhegt werden will, gehört zu den wichtigen Erfahrungen in der Kindheit.
Mutter Erde...
In der Erde wühlen, den Regenwürmern bei der Arbeit zusehen und erkennen, was die Kulturpflanzen zum wachsen brauchen, das sind Ziele des Projektes KinderGartenpaten. Nicht irgendwo, sondern auf dem Gelände der KiTa.
Gemüse neu entdecken
Was sind Feuerbohnen? Gibt es weiße Möhren? Welchen Salat kann ich noch im Herbst säen? Interessante Fragen, denen die Kinder zusammen mit den KinderGartenpaten auf die Spur gehen sollen.
Vielleicht lässt sich ja auch gemeinsam das ein oder andere alte Gemüse neu entdecken.
KinderGartenpaten gesucht
Das Projekt KinderGartenpaten sieht jeweils einen Freiwilligen für die Betreuung der Hochbeete und die gartenpädagogische Arbeit mit den Kindern vor. Jede KiTa sollte sich vor der Bewerbung um eine Hochbeet um einen Gartenpaten kümmern. Das Beet ist für die KiTa kostenlos. Für umweltfreundliches Pflanzsubstrat werden Kosten erstattet. Ebenso gibt es kostenloses Saatgut.
Fortbildung und Engagement
Die KinderGartenpaten sollten sich neben dem regelmäßigen Engagement bei der Arbeit mit dem Hochbeet auch um ihre eigene Fortbildung bemühen. Innerhalb von drei halbtägigen Workshops erfahren sie vielen über das Gärtnern und entwickeln zusammen mit anderen KinderGartenpaten Projekte rund um das Gemüse.
Schritt 1:
Finden Sie einen KinderGartenpaten. Für die Werbung können Sie beigefügtes Plakat verwenden. Am besten suchen Sie SeniorInnen.
Wenn Sie jemanden gefunden hat, der sich als KinderGartenpaten engagieren möchte, möge dieser den Bewerbungsbogen Gartenpate ausfüllen.
Schritt 2:
Füllen Sie den Bewerbungsbogen für die KiTa aus.
Schritt 3:
Schicken Sie alles per Post oder Email an:
NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen
An den Rheinwiesen 5
55411 Bingen
Wir melden uns bei Ihnen und mit etwas Glück können Sie an dem Projekt teilnehmen.