Arved Fuchs verleiht Auszeichnung an Naturtrainer-Projekt

UN-Dekade NABU-Bingen Naturtrainer Arved Fuchs Biologische Vielfalt Kindergarten
Arved Fuchs (v.r.) und NABU-Präsident Olaf Tschimpke (r.) verleihen Robert Egeling (m.) und den Kollegen Michael Schoch (NRW) und Heike Jacobs (BW) die in Hamburg die Auszeichnung (Foto: NABU/G.Rottmann)

Hamburg, 18.11.2018.

Das Umweltbildungsprojekt „Ausbildung zum Naturtrainer“ des NABU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz wurde in dieser Woche als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ gewürdigt. Die Auszeichnung, überreicht von Arved Fuchs, wird an vorbildliche Projekte verliehen, die mit Ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die Natur und biologische Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bieten. Vergleichbare Projekte des NABU-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und des NAJU-Landesverbandes Baden-Württemberg werden ebenfalls ausgezeichnet. 

 

Im Naturtrainer-Projekt des NABU Rheinland-Pfalz erlernen Menschen in der nachberuflichen Phase, wie sie Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) für Kinder in Kitas erlebbar machen. Durch diesen innovativen Ansatz soll für möglichst viele Kinder Zugang zur Naturbildung geschaffen werden, um so frühzeitig den Nachhaltigkeitsgedanken und die Wertschätzung von Natur und Umwelt im Bewusstsein der Kinder zu verankern. Die Ausbildung richtet sich dabei gezielt an Menschen in der nachberuflichen Phase, da lebenserfahrenere Menschen im Umgang mit Kindern häufig ein hohes Maß an Geduld und Einfühlsamkeit mitbringen. Davon profitieren die Kinder beim Lernen. Im Gegenzug erfreuen sich die Naturtrainerinnen und Naturtrainer an der Möglichkeit, ihr Wissen an die jüngste Generation weiterzugeben. Das Projekt wird in Rheinland-Pfalz im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung durchgeführt und ist daher für die TeilnehmerInnen kostenlos.

 

Das Projekt setzt zudem ein deutliches Zeichen für ein Engagement an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen in Deutschland. So konnten bundesweit bereits über 400 Naturtrainer ausgebildet werden, die oft länger als zwei Jahre ehrenamtlich in Kitas aktiv waren und sich häufig vorher noch nicht ehrenamtlich engagiert hatten. Diese Aktivitäten haben die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt: „Die UN-Dekade Fachjury hebt in ihrer Begründung das generationenübergreifende Engagement für den Naturschutz und die biologische Vielfalt in Kitas hervor und die Koordination über Bundesländergrenzen hinweg. Dieser Ansatz ist aus Sicht der Jury vorbildlich und kann als Modell für andere Initiativen dienen.“ Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält der NABU Rheinland-Pfalz einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

 

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen und eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Mit der Auszeichnung sollen sich möglichst viele Menschen von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und selbst in der Natur aktiv werden, um so langfristig das Naturbewusstsein in der Gesellschaft zu stärken. Im Vordergrund stehen dabei Projekte aus den drei Themenbereichen: „Grüne Orte“, „Naturerlebnisse und Aktionen“ sowie „Kontaktpunkte mit der Natur“.

 

NaturtrainerInnen aktiv in Kitas

zwölf Absolventen erhalten Abschlusszertifikate

Eineinhalb Jahre lang dauerte die Ausbildung zum Naturtrainer, die in den letzten Wochen 12 Freiwillige beim NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen abgeschlossen haben. Die glücklichen Absolventen engagieren sich mit regelmäßigen Aktionen und Projekten in der Umweltbildung in Kitas in Rheinhessen. Das Kennenlernen der heimischen Natur, das Erleben der Jahreszeiten und der behutsame mit Umwelt stehen auf dem Programm, das die Senioren in ihrer Patenkita anbieten. "Viele Kitas sind sehr dankbar über das zusätzliche Angebot, das von den Kindern begeistert aufgenommen wird", so Projektleiter Robert Egeling vom NABU. Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung RLP werden alle zwei Jahre landesweit über 30 Freiwillige ausgebildet. Innerhalb von acht Workshops, einer Praxisübung und vier Erfahrungsaustauschen lernen sie das Handwerkszeug für die Natur-Projekte in den Kitas. Für den nächsten Ausbildungsdurchgang, der ab März 2019 beginnt, können sich interessierte Senioren beim NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen (kontakt@NABU-Rheinauen.de oder Tel. 06721-14367) bewerben. Weitere Informationen über die kostenlose Ausbildung erhalten die Interessenten im persönlichen Gespräch. Weitere Informationen hier.


Spendenaufruf NABU-Zentrum Rheinauen

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Noch ca. 120.000 Euro fehlen als Eigenmittel zur Realisierung des neuen Mitmach-Zentrums. Jede Spende leistet einen wichtigen Beitrag!

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NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen

Das Tor zu den Rheinauen

Am Rande der Rheinauen bei Bingen betreibt die NABU-Gruppe Bingen und Umgebung seit 1982 das Naturschutzzentrum Rheinauen. Hier finden zahlreichen Veranstaltung statt. Naturerleben, Vermittlung von Kenntnissen im Arten- und Biotopschutz und die Qualifizierung von Freiwilligen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Gleichzeitig wird die Arbeit in Projekten und im Biotopschutz von hier aus koordiniert. An weiteren Standorten befindet sich das Büro, ein Außenlager und die Vermehrungsstation für seltene Pflanzen. Ausstellungen finden hauptsächlich im Stellwerk im Park am Mäuseturm statt.