Müllsammelaktion in den Rheinauen

Trotz klirrender Kälte ging es für die Mitarbeiter und Helfer des Auenservice dieser Tage zu einer großen Müllsammelaktion raus in die Rheinauen. Kälte und Niedrigwasser hatten durchaus ihr Gutes: so konnte der Müll aus Bereichen geborgen werden, in denen man zu anderer Zeit knietief versunken wäre. Ziel der Aktion waren die Naturschutzgebiete „Fulder Aue – Ilmen Aue“ und „Sandlache“, vor allem aber die trockengefallenen Bereiche des Sporkenheimer Grabens.

Das Ergebnis waren nicht nur 15 mit Flaschen, Plastikverpackungen, Styropor und Kleinteilen gefüllte Müllsäcke. Von Gartenstühlen, über diverse Autoreifen, Eimer und Kanister bis hin zum Kühlschrank war alles dabei. Ob angeschwemmt, illegal abgeladen oder von unachtsamen Rheinauenbesuchern zurückgelassen, die Abfälle richten in der Natur erheblichen Schaden an.

Daher lautet unser Appell: Nutzen Sie die Angebote der Entsorgungsbetriebe wie öffentliche Mülleimer und Wertstoffhöfe und lassen sie keine Abfälle achtlos in der Natur zurück!

24.01.2017


Rheinauen-Lehrpfad bei Budenheim eröffnet

Auenservice erneuert marode Infotafeln im Naturschutzgebiet

Bei der Eröffnung des Rheinauen-Lehrpfades (v.l.n.r.): Auenservice-Leiterin Irene Glatzle, FÖJ-ler Jana Gerigk und River Baaser, Bürgermeister Rainer Becker.
Bei der Eröffnung des Rheinauen-Lehrpfades (v.l.n.r.): Auenservice-Leiterin Irene Glatzle, FÖJ-ler Jana Gerigk und River Baaser, Bürgermeister Rainer Becker.

Der Rheinauen-Lehrpfad im Naturschutzgebiet „Haderaue – Königsklinger Aue“ bei Budenheim hatte nach gut 10 Jahren sichtlich ausgedient. Mit Unterstützung der Gemeinde Budenheim hat der Auenservice nun die maroden Tafelträger und ausgeblichenen Infotafeln komplett erneuert. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofes konnte das Auenservice-Team in zwei Großeinsätzen die alten Tafeln ab- und die neuen aufbauen. Am 01. September 2016 fand unter Beisein von Bürgermeister Rainer Becker die Eröffnung des Lehrpfades am Isola-della-Scala-Platz in Budenheim statt.

Mit insgesamt 13 Tafeln informiert der Lehrpfad die Rheinauenbesucher entlang des Weges über die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt der Rheinauen, erläutert ökologische Besonderheiten des Gebiets, aber auch historische Aspekte. Außerdem werden Beobachtungstipps gegeben sowie auf Schutzgebietskonzepte und die Regeln in den Naturschutzgebieten der Rheinauen hingewiesen.                            

01.09.2016


Lernort Rheinauen

Auenservice erwandert mit dem WSA den Naturraum „Rheinauen“

Im Rahmen einer Fortbildung zum Thema „Gehölzansiedelung und Pflege der Vegetation" haben Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) am 29. Juni den Auenservice für eine Exkursion in den Rheinauen bei Ingelheim besucht. An dem jährlich stattfindenden bundesweiten Seminar, das diesmal beim WSA Bingen angesiedelt war, nahmen die zuständigen Wasserbaumeister, Vorhandwerker und deren Vertreter des WSA teil.

Die NABU-Biologen Michael Markowski und Irene Glatzle führten die Teilnehmer durch die vom Hochwasser geprägten Rheinauen bei Frei-Weinheim. Mit Gummistiefeln gewappnet ging es entlang des Lehrpfades über die „Jungaue“. Auf den überschwemmten Wiesen waren zahlreiche Weißstörche und Graureiher in aller Ruhe bei der Nahrungssuche zu beobachten, während der Kleine Schillerfalter am Wegrand seine blau schillernden Flügel präsentierte. Die Teilnehmer informierten sich über die veschiedenen Teillebenssräume und besondere Tier- und Pflanzenarten der Rheinauen. Im Mittelpunkt standen immer wieder die Auengehölze mit ihren Unterscheidungsmerkmalen und Standortfaktoren - für die Mitarbeiter des WSA wichtiges Praxiswissen. Der Auenservice begrüßt das Interesse des WSA an Naturschutzbelangen, die z.B. bei den Unterhaltungsmaßnahmen der Wasserbauer immer mehr Berücksichtigung finden.      

                                     11.07.2016


Der Burgherr kehrt zurück ins Tal der Burgen

Erste Bibernachweise am Inselrhein nach mehreren hundert Jahren

Bibernachweis am Hattenheimer Rheinufer. Foto: Michael Engelmann
Bibernachweis am Hattenheimer Rheinufer. Foto: Michael Engelmann

Der Biber ist zurück am Inselrhein! Das belegen Sichtungen am Ingelheimer und Hattenheimer Rheinufer im Herbst 2015 und Frühjahr 2016, sowie Fraßspuren auf den Rheininseln.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beinahe ausgestorben, hat sich Europas größter Nager in den letzten Jahrzehnten viele unserer Flusslandschaften zurück erobert. Nach mehreren hundert Jahren Abwesenheit, könnte nun auch die Wiederbesiedlung des Inselrheins anstehen. Der Nebenfluss Nahe ist bereits von Bibern besiedelt, aber auch ca. 40 Kilometer flussaufwärts am Rhein selbst sind Bibervorkommen bekannt. Beides sind mögliche Herkunftsorte des gesichteten Tieres, wenn es sich denn um ein Einzeltier handelt.

Für die Rheinauen bedeutet die Rückkehr des Bibers eine große Bereicherung. Wie kaum ein anderes Tier ist der Biber in der Lage seinen Lebensraum aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten. Mit der Anlage von Dämmen, Burgen und Flachwasserzonen schafft der Biber eine Strukturvielfalt und Dynamik in der Aue, die zahlreichen dort heimischen Tier- und Pflanzenarten zu Gute kommt.


Japanische Naturschützer zu Besuch

Auenservice zeigt Natur am Rheinufer bei Bingen

Irene Glatzle (2. v. r.) vom Auenservice erläutert die Gehölze am Rheinufer
Irene Glatzle (2. v. r.) vom Auenservice erläutert die Gehölze am Rheinufer

Auenservice-Leiterin Irene Glatzle konnte am letzten Oktoberwochenende eine Delegation von japanischen Naturschützern in den Rheinauen begrüßen. Die Delegation hat im Rahmen eines einwöchigen Fachbesuches auch das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen besucht. Neben der praktischen Arbeit interessierten sich die Naturschützer besonders für typische Tier- und Pflanzenarten der Rheinauen und die Arbeit des Aueservice.


Naturparadies aus Menschenhand

Neue Tafeln informieren Besucher über Binger Rheinkribben

Die naturnahe Auenlandschaft der Binger Kribben lässt kaum noch erahnen, dass es sich hierbei um ein technisches Bauwerk handelt. Einst zur besseren Schiffbarmachung des Rheins am „Binger Loch“ errichtet, gibt die üppige Vegetation den Blick auf die steinernen Buhnen heute nur noch stellenweise frei. Während über den Wipfeln Schwarzmilane kreisen, erklingt aus dem von Silberweiden dominierten Weichholzauwald das Hämmern eines Kleinspechts. Dieser seltene Höhlenbrüter profitiert ebenso wie unzählige Insekten von den reichen Totholzvorkommen. Staudenfluren, Röhrichtbestände und Wasserbecken entpuppen sich bei näherer Betrachtung als ein Mikrokosmos voller Leben. Die Stillwasserbereiche dienen als Kinderstube für Enten, Gänse und Schwäne und werden im Winter von zahlreichen Wasservögeln auf ihrer Reise gen Süden bevölkert.

Die Buhnenfelder haben sich zu einem strukturreichen Mosaik aus verschiedensten Lebensräumen entwickelt, das ein wichtiges Refugium für zahlreiche teils seltene Tier- und Pflanzenarten der Auen darstellt. In Zusammenarbeit mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen hat der NABU-Auenservice Infotafeln erstellt, die Besuchern vor Ort Aufschluss über Historie, Naturwert und Schutz der Binger Kribben geben. Denn diesen „Naturschatz“ aus zweiter Hand gilt es zu bewahren.

Als Vogelschutz- und FFH-Gebiet unterliegen die Binger Kribben europäischem Schutzstatus. Besucher werden gebeten sich rücksichtsvoll zu verhalten und die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu beeinträchtigen. Wer sich leise und unauffällig verhält und die Tiere nicht stört, kann hier so manches entdecken und mit einem Fernglas in der Tasche lässt sich das Betreten empfindlicher Bereiche vermeiden.

Weitere Informationen über die Region, einschließlich eines Kurzfilms über die Rheinkribben, bietet eine multimedialen Ausstellung des Stellwerks im Park am Mäuseturm (www.stellwerk-bingen.de).


Neuer Flyer - Auenservice informiert Bootsfahrer

Regelmäßig dokumentiert der Auenservice zahlreiche Verstöße von Bootsfahrern in den Naturschutzgebieten der Rheinauen. Der neue Flyer gibt eine Übersicht über die wichtigsten Regeln auf dem Wasser gemäß den Naturschutzgebietsbefahrensverordnungen.

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Regeln für Bootsfahrer.pdf
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