Neue Regelung für Wassersportler

Auenservice informiert über NSG Mariannenaue:

Die Rheininsel Mariannenauen ist für viele seltene Arten der Flussauen einer der letzten geeigneten Lebensräume dieser Art. Vor allem die Wasser- und Uferzonen sind besonders belebt und ihre Bewohner empfindlich gegen menschliche Störungen.

Um den Entwicklungszielen des Schutzgebietes gerecht zu werden, gilt seit dem 06. Juli 2018 für den Stillwasserbereich um die Mariannenaue eine neue Regelung für Wasserfahrzeuge jeglicher Art. Das geht aus einer Änderung der Naturschutzgebiets-befahrensverordnung des Bundes hervor.

 

Die Wasserfläche zwischen der Insel und den umgebenden Leitwerken darf nur im Zeitraum vom 01. April bis 20. September und nur im westlichen Abschnitt befahren werden. Dabei ist eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h einzuhalten. Der östliche Teil ist durch gelbe Tonnen abgegrenzt und aus Naturschutzgründen vollständig gesperrt. Das Passieren der gelben Tonnen ist nicht gestattet. Dies gilt auch für sämtliche unmotorisierte Wasserfahrzeuge.

In der Zeit vom 21. September bis 31. März ist der gesamte Stillwasserbereich für Wassersportler gesperrt. Im Winterhalbjahr ist das Gebiet somit den rastenden und überwinternde Wasservögeln vorbehalten. Störungsfreie Rastgebiete sind für Zugvögel essenziell und an unseren ausgebauten Gewässern absolute Mangelware. Der NABU appelliert an alle Bootsfahrer und Wassersportler, die neue Regelung ernst zu nehmen und Beeinträchtigungen der sensiblen Tier- und Pflanzenwelt zu vermeiden.

 

In den Wintermonaten ab November bietet der NABU wieder geführte Schiffsexkursionen entlang des Inselrheins an. Aus sicherer Entfernung, ohne die Tiere zu stören, können teils seltene Wasservogelarten mit dem Fernglas beobachtet werden. Weitere Informationen unter www.nabu-rheinauen.de/veranstaltungen.

13.07.2018


Kein Müll in die Natur!

Auenservice macht auf Müllproblem in Rheinauen aufmerksam

Praktikant Matthias Noll unterstützt die  Sommeraktion des Auenservice
Praktikant Matthias Noll unterstützt die Sommeraktion des Auenservice

Eigentlich weiß es jedes Kind: Müll hat in der Natur nichts verloren. Und doch findet der Auenservice bei jeder Gebietskontrolle in den Naturschutzgebieten der Rheinauen von Besuchern zurückgelassene Essensverpackungen, Flaschen oder Angelutensilien. Dass die Zersetzung vieler Abfälle Jahrzehnte bis Jahrtausende dauert und was diese in der Natur anrichten, erfahren Rheinauenbesucher im Rahmen der Sommeraktion des Auenservice, mit der der NABU gegen die fortwährende Vermüllung der Rheinauen angehen möchte. Praktikant Matthias Noll half beim Anbringen der Schautafeln. Er staunt bei den Gebietsbegehungen immer wieder über die Achtlosigkeit mancher Rheianuenbesucher.

 

Besonders in den Sommermonaten ist das Besucheraufkommen in den Rheinauen groß und es bleibt so manches liegen. Nach jedem Hochwasser zeigt sich außerdem: der Rhein führt bereits eine bedenkliche Abfallfracht mit sich. Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich über unsere Flüsse ins Meer. Es ist unmöglich all den Müll wieder herauszufischen, wenn er einmal in die Gewässer gelangt ist – Müllvermeidung bleibt die einzige Lösung! Immerhin, die Aktion hat in den vergangenen Jahren bereits Erfolge gezeigt. Es werden merklich weniger Abfälle in den Rheinauen zurückgelassen.

21.06.2018


Zu Gast im Rathaus Budenheim

Auenservice präsentierte interaktive Vogelstimmenausstellung

Auenservice-Mitarbeiter Horst Humme, Projektleiterin Irene Glatzle und Bürgermeister Rainer Becker (v.l.n.r.) bei der Eröffnung.
Auenservice-Mitarbeiter Horst Humme, Projektleiterin Irene Glatzle und Bürgermeister Rainer Becker (v.l.n.r.) bei der Eröffnung.

Vom 24.05.-15.06.2018 präsentierte der NABU-Auenservice im Rathaus Budenheim die Vogelstimmen-Ausstellung „R(h)einhören – Vogelvielfalt am Oberrhein“. Bei der Eröffnung lobte  Bürgermeister Rainer Becker die langjährige Zusammenarbeit mit dem Auenservice, dessen Einsatz für den Schutz der Rheinauen die Gemeinde unterstützt.

Mit der Ausstellungen, die in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Lebensader Oberrhein“ konzipierte wurde, machte der Auenservice auf die einzigartige und schützenswerte Vogelwelt am Inselrhein aufmerksam. Bildreichen Plakaten und Vogelmodelle gaben Einblick in die Lebensräume und Lebensweise ausgewählter Vogelarten. Eine Hörstation oder eine App für’s Handy ermöglichte das Anhören der Vogelstimmen. Der präparierte Weißstorch kam bei den Besuchern und Mitarbeitern des Rathauses besonders gut an.

19.06.2018


Storchennachwuchs wohlauf

Störche in Bingen, Dietersheim und Ingelheim beringt

Neugierig lugten die vier Gaulsheimer Jungstörche aus dem Nest, als sich die Beringer für die Besteigung des Mastes rüsteten. Die Firma Amprion unterstützte wieder tatkräftigt bei der Beringung der Störche in Dietersheim und Gaulsheim.

Durch die Pflege artenreicher Grünlandflächen und die Anlage von Kleingewässern in den Rheinauen, ist es dem NABU in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, die Nahrungssituation für die Weißstörche in der Region wieder deutlich zu verbessern. In diesem Jahr brüten in den Auen um Bingen-Gaulsheim sogar drei Storchenpaare.

Das Gaulsheimer Paar gehört zu den alteingesessenen und hat in den vergangenen Jahren meist 4-5 Jungstörchen großgezogen. Bis die Gaulsheimer Jungstörche im August in ihre Winterquartiere aufbrechen, müssen sie noch etwas zulegen und ein paar Flugstunden absolvieren. Anhand ihrer Ringnummern wird man vielleicht feststellen können, wo sie den Winter verbringen und sich später ihr eigenes Brutrevier erschließen.

Bei der Dokumentation des Brutgeschehens der Weißstörche in Rheinhessen leisten ehrenamtliche Mitarbeiter des Auenservice mit ihren Beobachtungen wertvolle Unterstützung. Für Informationen zu Möglichkeiten der Mitarbeit beim Storchenmonitoring nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

08.06.2018


NABU räumt auf

Ehrenamtliche sammeln Müll am Binger Dreck-weg-Tag

NABU-Aktive nach getaner Arbeit
NABU-Aktive nach getaner Arbeit

Kälteeinbruch - Vögel bewahren kalte Füße

Lachmöven auf dem Eis bei der Gefiederpflege, Foto: Gaby Schröder
Lachmöven auf dem Eis bei der Gefiederpflege, Foto: Gaby Schröder

Klirrende Kälte herrscht dieser Tage in den Rheinauen, auf den Stillgewässern bilden sich bereits dünne Eisflächen. Viele Tiere harren in ihren Winterverstecken aus, den überwinternden Vögeln scheint die Kälte dagegen wenig anhaben zu können. Vögel sind erstaunlich gut auch an kalte Temperaturen angepasst. Bauschen die Tiere Ihr Federkleid auf, sorgen viele kleine Luftpolster im Daunengefieder für eine zusätzliche Wärmeisolation. In den nackten Füßen zirkuliert das Blut nach dem Prinzip eines Wärmeaustauschers, wodurch der Wärmeverlust verringert wird. Die kalten Füße haben aber noch einen weiteren Vorteil: Die Vögel frieren auf eisigem Untergrund nicht fest.

Bei den scheuen nordischen Wasservögeln, die den Winter am Inselrhein verbringen, zehren die niedrigen Temperaturen und das knappe winterliche Nahrungsangebot dennoch an den Reserven. Werden die Vögel aufgestört, verlieren sie bei der Flucht jedes Mal wertvolle Energie, was die Tiere auf Dauer erheblich schwächen kann. Umso wichtiger ist es, die Ruhezonen in den Überwinterungsquartieren der Rheinauen zu respektieren. Das Betreten der Uferbereiche und freilaufende Hunde sollten unbedingt vermieden werden. Vielmehr lohnt es sich, die teils seltenen Arten aus sicherer Distanz mit dem Fernglas zu beobachten.

28.02.2018


Müllkippe Rhein

Auenservice befreit Rheinauen von angeschwemmtem Müll

Gleich zweimal trat der Rhein im Januar 2018 über die Ufer. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit, grundsätzlich aber ein natürliches und wichtiges Phänomen dynamischer Flussauen. Doch was der Rhein in den Auen zurückgelassen hat, ist nicht nur nährstoffreiches Sediment. In vielen Uferabschnitten und Senken sind nach dem Rückzug des Wassers große Mengen Müll zurück geblieben. So auch im Naturschutzgebiet Fulder Aue – Ilmen Aue westlich von Frei-Weinheim, wo das Auenservice-Team allein in einem Abschnitt von 100 Metern einen gewaltigen Müllberg zusammentrug. Viele der Fundstücke haben schon eine längere Reise im Rhein hinter sich, andere jedoch stammen aus nahegelegenen Gartengrundstücken im Überschwemmungsgebiet. Auch von Bootsfahrern, Anglern oder Rheinauenbesuchern zurückgelassene Abfälle sind in dem Sammelsurium erkenntlich.

Für die Natur hat der Müll fatale Folgen. In unseren Flüssen und Meeren richten vor allem Plastikteile, die sich nach und nach zu Mikroplastik zersetzen, schlimme Schäden an. Zahlreiche Meerestiere verenden an aufgenommenem Plastik. Schadstoffe reichern sich im Boden und der Nahrungskette an und können so auch wieder auf unseren Tellern landen.

Das Ausmaß der Verschmutzung ist alarmierend. Laut eine Studie der Universität Basel von 2015, transportiert der Rhein allein an seiner Oberfläche tätlich 191 Millionen Plastikpartikel in Richtung Nordsee, das entspricht etwa 10 Tonnen im Jahr. Was die Auenservice-Mitarbeiter jetzt einsammeln, wird beim nächsten Hochwasser nicht wieder vom Rhein weitergetragen, doch das eigentliche Ziel muss es sein, solchen Müll von vornherein zu vermeiden!

16.02.2018


Adebar kehrt zurück

Auenservice dokumentiert Brutgeschehen

Bereits am 04. Januar kehrte das Gaulsheimer Storchenmännchen in diesem Jahr zurück und besetzte den angestammten Horst. Mittlerweile ist auch die langjährige Partnerin am Nest eingetroffen. Aufgrund des Klimawandels fliegen viele Weißstörche nicht mehr bis Afrika, sondern überwintern in Süd- oder Mitteleuropa. Diese Tiere finden sich bei milder Witterung oft schon sehr früh in ihren Brutgebieten ein. Auch in Ingelheim, Gensingen und Dietersheim sind die ersten Weißstörche zurückgekehrt, inspizieren und reparieren ihre Nester.

Der Auenservice koordiniert alljährlich die Dokumentation des Brutgeschehens der Weißstörche in den Rheinauen zwischen Mainz und Bingen. Ehrenamtliche Storchenhorstbetreuer erfassen von der Ankunft der Störche bis zum Ausflug der Jungtiere alle wichtigen Ereignisse am Nest.

Nicht zuletzt dank der Sicherung extensiver Feuchtwiesen und Kleingewässer durch den NABU, finden die Tiere in den Rheinauen ergiebige Nahrungshabitate vor. Die Storchenpopulation am Inselrhein hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt lässt auch 2018 wieder auf eine erfolgreiche Brutsaison hoffen. Einen tieferen Einblick in das Leben der Störche bietet das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen mit einer Storchenexkursion am 27.05.2018.

08.02.2018


Ausstellung „Pflanzenvielfalt auf dem Deich“ im Rathaus Budenheim eröffnet

Vom 05.09.-22.09.2017 präsentiert der NABU-Auenservice im Rathaus Budenheim eine Ausstellung zur „Pflanzenvielfalt auf dem Deich“. Bei der Eröffnung durch Bürgermeister Rainer Becker und Auenservice-Leiterin Irene Glatzle wurden die ersten Besucher durch die Ausstellung geführt.

 

Deiche, die vornehmlich dem Hochwasserschutz dienen, können durch entsprechende Pflege und naturnahe Unterhaltung zu wahren Paradiesen für Wildpflanzen und die Insektenwelt werden. Am Oberrhein, einem Hotspot der Biologischen Vielfalt, spielen Deiche eine wichtige Rolle für den Biotopverbund. Welche Arten auf dem Deich zu finden sind und welche ökologische Bedeutung sie haben, zeigen Ausstellungstafeln und interaktive Elemente.

 

Mit der Ausstellung, die im Rahmen des NABU-Projekt „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“ konzipierte wurde, möchte der Auenservice für den Schutz der Rheinauen und ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt werben und auf die Blumenvielfalt auf den Rheindeichen am Oberrhein aufmerksam machen.

05.09.2017


Was fliegt denn da?

Bundesfreiwillige absolvieren Seminar zum Thema Vogelschutz

Bundesfreiwilligendienst Leistenden aus verschiedenen Einsatzstellen in Rheinland-Pfalz besuchten unter Trägerschaft des DRK das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen, um sich mit dem Thema Natur- und Vogelschutz zu befassen. Auf dem eintägigen Seminar bot sich den TeilnehmerInnen ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, einer naturkundlichen Exkursion durch die Rheinauen und einem Praxisteil mit Nistkastenbau.

Interessiert gingen die Freiwilligen den Fragen auf den Grund, warum unsere heimische Vogelwelt bedroht ist, wie Naturschutzmaßnahmen dieser und anderen Artengruppen helfen können und wie man ganz praktisch im eigenen Umfeld Lebensraum für Wildtiere schaffen kann. Am Ende nahm jeder einen selbstgebauten Nistkasten mit nach Hause.

 


NABU räumt auf

Müllsammelaktion anlässlich des 5. Binger Dreck-Weg-Tages

Gesammelter Mülll vor dem Naturschutzzentrum
Gesammelter Mülll vor dem Naturschutzzentrum

Anlässlich des 5. Binger Dreck-Weg-Tages sammelte der NABU Bingen und Umgebung Müll in den Rheinauen. Unter der Leitung des ersten Vorsitzenden Bardo Petry machten sich die ehrenamtlichen Helfer des NABU trotz des ungemütlichen Wetters auf den Weg in die Rheinauen. Es wurde an verschiedenen Stellen im Naturschutzgebiet „Fulder Aue – Ilmen Aue“ Müll gesammelt. Dabei fanden die ehrenamtlichen Helfer die unterschiedlichsten Dinge. Von Haushaltsmüll, über Autoreifen bis zur verrosteten Motorhaube eines VW Käfers war alles dabei.

 

Im Anschluss an die dreistündige Sammelaktion ging es gemeinsam zur Grundschule an der Burg Klopp. Dort warteten nach getaner Arbeit ein wohlverdienter Imbiss und ein geselliger Ausklang des Tages auf alle Helfer.

 20.03.2017


Müllsammelaktion in den Rheinauen

Trotz klirrender Kälte ging es für die Mitarbeiter und Helfer des Auenservice dieser Tage zu einer großen Müllsammelaktion raus in die Rheinauen. Kälte und Niedrigwasser hatten durchaus ihr Gutes: so konnte der Müll aus Bereichen geborgen werden, in denen man zu anderer Zeit knietief versunken wäre. Ziel der Aktion waren die Naturschutzgebiete „Fulder Aue – Ilmen Aue“ und „Sandlache“, vor allem aber die trockengefallenen Bereiche des Sporkenheimer Grabens.

Das Ergebnis waren nicht nur 15 mit Flaschen, Plastikverpackungen, Styropor und Kleinteilen gefüllte Müllsäcke. Von Gartenstühlen, über diverse Autoreifen, Eimer und Kanister bis hin zum Kühlschrank war alles dabei. Ob angeschwemmt, illegal abgeladen oder von unachtsamen Rheinauenbesuchern zurückgelassen, die Abfälle richten in der Natur erheblichen Schaden an.

Daher lautet unser Appell: Nutzen Sie die Angebote der Entsorgungsbetriebe wie öffentliche Mülleimer und Wertstoffhöfe und lassen sie keine Abfälle achtlos in der Natur zurück!

24.01.2017


Rheinauen-Lehrpfad bei Budenheim eröffnet

Auenservice erneuert marode Infotafeln im Naturschutzgebiet

Bei der Eröffnung des Rheinauen-Lehrpfades (v.l.n.r.): Auenservice-Leiterin Irene Glatzle, FÖJ-ler Jana Gerigk und River Baaser, Bürgermeister Rainer Becker.
Bei der Eröffnung des Rheinauen-Lehrpfades (v.l.n.r.): Auenservice-Leiterin Irene Glatzle, FÖJ-ler Jana Gerigk und River Baaser, Bürgermeister Rainer Becker.

Der Rheinauen-Lehrpfad im Naturschutzgebiet „Haderaue – Königsklinger Aue“ bei Budenheim hatte nach gut 10 Jahren sichtlich ausgedient. Mit Unterstützung der Gemeinde Budenheim hat der Auenservice nun die maroden Tafelträger und ausgeblichenen Infotafeln komplett erneuert. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofes konnte das Auenservice-Team in zwei Großeinsätzen die alten Tafeln ab- und die neuen aufbauen. Am 01. September 2016 fand unter Beisein von Bürgermeister Rainer Becker die Eröffnung des Lehrpfades am Isola-della-Scala-Platz in Budenheim statt.

Mit insgesamt 13 Tafeln informiert der Lehrpfad die Rheinauenbesucher entlang des Weges über die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt der Rheinauen, erläutert ökologische Besonderheiten des Gebiets, aber auch historische Aspekte. Außerdem werden Beobachtungstipps gegeben sowie auf Schutzgebietskonzepte und die Regeln in den Naturschutzgebieten der Rheinauen hingewiesen.                            

01.09.2016


Lernort Rheinauen

Auenservice erwandert mit dem WSA den Naturraum „Rheinauen“

Im Rahmen einer Fortbildung zum Thema „Gehölzansiedelung und Pflege der Vegetation" haben Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) am 29. Juni den Auenservice für eine Exkursion in den Rheinauen bei Ingelheim besucht. An dem jährlich stattfindenden bundesweiten Seminar, das diesmal beim WSA Bingen angesiedelt war, nahmen die zuständigen Wasserbaumeister, Vorhandwerker und deren Vertreter des WSA teil.

Die NABU-Biologen Michael Markowski und Irene Glatzle führten die Teilnehmer durch die vom Hochwasser geprägten Rheinauen bei Frei-Weinheim. Mit Gummistiefeln gewappnet ging es entlang des Lehrpfades über die „Jungaue“. Auf den überschwemmten Wiesen waren zahlreiche Weißstörche und Graureiher in aller Ruhe bei der Nahrungssuche zu beobachten, während der Kleine Schillerfalter am Wegrand seine blau schillernden Flügel präsentierte. Die Teilnehmer informierten sich über die veschiedenen Teillebenssräume und besondere Tier- und Pflanzenarten der Rheinauen. Im Mittelpunkt standen immer wieder die Auengehölze mit ihren Unterscheidungsmerkmalen und Standortfaktoren - für die Mitarbeiter des WSA wichtiges Praxiswissen. Der Auenservice begrüßt das Interesse des WSA an Naturschutzbelangen, die z.B. bei den Unterhaltungsmaßnahmen der Wasserbauer immer mehr Berücksichtigung finden.      

                                     11.07.2016


Der Burgherr kehrt zurück ins Tal der Burgen

Erste Bibernachweise am Inselrhein nach mehreren hundert Jahren

Bibernachweis am Hattenheimer Rheinufer. Foto: Michael Engelmann
Bibernachweis am Hattenheimer Rheinufer. Foto: Michael Engelmann

Der Biber ist zurück am Inselrhein! Das belegen Sichtungen am Ingelheimer und Hattenheimer Rheinufer im Herbst 2015 und Frühjahr 2016, sowie Fraßspuren auf den Rheininseln.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beinahe ausgestorben, hat sich Europas größter Nager in den letzten Jahrzehnten viele unserer Flusslandschaften zurück erobert. Nach mehreren hundert Jahren Abwesenheit, könnte nun auch die Wiederbesiedlung des Inselrheins anstehen. Der Nebenfluss Nahe ist bereits von Bibern besiedelt, aber auch ca. 40 Kilometer flussaufwärts am Rhein selbst sind Bibervorkommen bekannt. Beides sind mögliche Herkunftsorte des gesichteten Tieres, wenn es sich denn um ein Einzeltier handelt.

Für die Rheinauen bedeutet die Rückkehr des Bibers eine große Bereicherung. Wie kaum ein anderes Tier ist der Biber in der Lage seinen Lebensraum aktiv nach seinen Bedürfnissen zu gestalten. Mit der Anlage von Dämmen, Burgen und Flachwasserzonen schafft der Biber eine Strukturvielfalt und Dynamik in der Aue, die zahlreichen dort heimischen Tier- und Pflanzenarten zu Gute kommt.