Nachwuchs bei den Störchen

NABU Storchenschutz Rheinauen
Freileitungsmonteur Pascal Schaust hilft beim Beringen

"Hier in Bingen-Gaulsheim ist immer er ein sehr guter Standort für den Weißstorch", zeigt sich Ingrid Dorner Sprecherin des NABU-Arbeitskreises Weißstorchschutz begeistert vom Horststandort hoch über den überschwemmten Wiesen.

Dank des Engagements des NABU-Naturschutzzentrums Rheinauen und der RWE ist der Horststandort einer der erfolgreichsten in Rheinland-Pfalz. In diesem Jahr warten 3 Jungvögel von Meister Adebar auf die ersten Flüge in die Rheinauen. An vielen anderen Standorten in Rheinland-Pfalz sieht die Bilanz nicht so gut aus. "Häufig sind die Storchenküken dem nasskalten Wetter zum Opfer gefallen", so Dorner.Am Neststandort Bingen-Dieterheim haben zwei Störche das Licht der Welt erblickt.

Dank der Unterstützung der Amprion GmbH, die für das Stromnetz verantwortlich ist, konnten die Jungvögel beringt werden. Die Freileitungsmonteuere der Amprion standen NABU-Frau Dorner bei der Beringung zur Seite.

Seit Jahren unterstützen RWE und die Amprion Gmbh die Naturschützer. Das Kinderprogramm "Hurra der Storch ist da", das in der Brutsaison für Schulklassen- und Kindergärten angeboten wird, erfährt eine Förderung von RWE. Weitere Informationen zum Storchenprogramm hier.

 


Schutz von Meister Adebar

Rückkehrer Weißstorch braucht unsere Hilfe

Weißstorch NABU Rheinauen
Weißstorch auf dem Horst in Bingen-Gaulsheim

Der Weißstorch, der im letzten Jahrhundert mit einem Bestand von über 100 Brutpaaren in Rheinland-Pfalz brütete, erlebte in diesem Jahrhundert einen dramatischen Bestandsrückgang. Die Folge bestand darin, dass diese Vogelart als Brutvogel im Jahre 1973 ausstarb. Weißstörche benötigen solche Feuchtgebiete mit regelmäßigen Überschwemmungen, Staunässe, Feuchtwiesen, Teiche und Weiher. Nur in solchen Lebensräumen finden sie ausreichend Beutetiere. Auf dem Speiseplan von Adebar stehen neben Fröschen, Mäusen und Fischen auch Insekten. Eine Storchenfamilie verspeist täglich etwa 4 kg Nahrung, das sind ca. 5 Zentner pro Brutsaison. Dies zeigt, wie wichtig der Erhalt und die Entwicklung großer vielseitiger Feuchtgebiete für ein Überleben der selten gewordenen Weißstörche ist.

Feuchtgebiet Storch NABU
feuchte Wiesen: Lebensgrundlage für den Weißstorch

Neben der Trockenlegung von Feuchtgebieten sind auch die Umwandlung von Extensivgrünland zu intensiv bewirtschaftetem Ackerland sowie der Gewässerausbau ursächlich für den Rückgang.

Auch die Ausbringung von Bioziden und Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen trugen ihren Teil zum Verschwinden des Weißstorches als Brutvogel bei.

Die meisten Flächen sind zu trocken, hier sollte langfristig über Flächenankäufe und Anpachtungen eine Verbesserung erzielt werden.

Seit 1999 brütet der Weißstorch wieder in den Rheinauen bei Bingen.

Dank des Engagements des NABU und befreundeter Verbände gibt es nun in den Rheinauen zwischen Mainz und Bingen wieder 7-8 Brutpaare des imposanten Schreitvogels.

Mehr über die Brutstandorte und unsere Schutzbemühungen erfahren Sie beim Arbeitskreis Rheinauenstorch.

 

Beim Schutz des Weißstorchs in den Rheinauen werden wir durch die innogy SE unterstützt. Sie hat auch die Patenschaft für das Schulklassenprogramm "Hurra der Storch ist da" übernommen. Das Programmfaltblatt finden Sie hier.

 

Download
Programm für Schulklassen und Kindergartengruppen
mit Programm "Hurra der Storch ist da"
Schulklassen 2017_web.pdf
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